Donnerstag, 16. April 2026

Deutschlandfunk Kultur, 03. 10. 2025

 

DAS GLÜCKLICHSTE VOLK DER WELT

Siebenteilige Podcast-Serie von Andreas von Westphalen und Sophie Müller vom Hofe.

Drei Jahre Arbeit, sieben Episoden, viele Stimmen aus Ost und West.

Wir leben in einem Land, das zwei Systeme durchlebt hat –
Ost und West, zwei Wege, zwei Geschichten.

Was uns interessiert hat:
Wie prägt diese Geschichte unser Leben bis heute –
und was können wir daraus für unsere Gegenwart und Zukunft verstehen? 

Denn ich habe das Gefühl,
wir haben noch gar nicht richtig begonnen,
diese Erfahrung als gemeinsame Stärke zu begreifen.

Ich wünsche mir,
dass wir anfangen, unsere Geschichte gemeinsam zu erzählen:
ehrlich, neugierig,
mit Blick auf die Brüche –
aber auch auf ihr Potezial.

Die Serie versammelt Stimmen aus unterschiedlichen Generationen,
Lebensrealitäten sowie politischen und persönlichen Erfahrungen.

→ Hier geht es zur ersten Folge: 
Spotify 
 

Sprecher*innen
Nagmeh Alaei · Manuela Alphons · Wolf Aniol · Jonas Baeck · Mark Oliver Bögelein · Martin Bross · Lea Fleck · Angelika Fornell · Karolina Horster · Nils Kretschmer · Jochen Langner · Juliane Pempelfort · Tanja Schleiff · David Vormweg · Svenja Wasser · die Autoren

Produktion
Sophie Müller vom Hofe (Co-Autorin & Co-Regie) · Andreas von Westphalen (Co-Autor & Co-Regie) · Gerd Nesgen (Schnitt) · Hanna Steger (Schnitt) · Benno Müller vom Hofe (Sounddesign & Mischung) · GabrielStoukalov (Storytelling) · Prof. Jörg Ganzenmüller  (Historische Beratung) · Marie Mohnhaupt (Historische Beratung) · Hans Dieter Heimendahl (Redaktion, Deutschlandfunk Kultur)

Mit Beiträgen von
Yvonne Albers · Majid al-Abdi Albers · Dr. Udo Baer · Beate Bölsche · Sabine Bode · Iris Dworeck-Danielowski · Barbara Eggers · Angela Freuding · Eve-Marie Garke · Martin Gross · Claudia Harrs · Wiebke Hollersen · Klaus Humann · Patricia Koelle · Karlheinz Koinegg · Peter Lassau · Ronald Rösler · Ingrid Strätz · Jens & Claudia Winkelmann

Mit Dank an
Christoph Schwochert · Jennifer Guenther

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Ettersberg, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Eine Produktion für Deutschlandfunk Kultur, 2025.

 


 


 


 

Jury-Mitglied beim SonOhr Festival, Bern

27. 02 - 01. 03. 2026, Schweiz

Vor etwa einem Monat war ich als Jurymitglied beim SonOhr Hörfestival in Bern eingeladen.

Gemeinsam mit Cristian Ferretti und Miruna Coca-Cozma habe ich unabhängig produzierte Audiobeiträge gehört, diskutiert und die diesjährigen Preisträger*nnen ausgewählt.

Was mir besonders geblieben ist:
die Rührung, die Freude, manchmal auch Sprachlosigkeit der Ausgezeichneten —
und die Gespräche, die daraus entstanden sind.

Das hat mich an etwas sehr Grundlegendes erinnert:

Wir erzählen nicht nur, um etwas von uns zu zeigen.

Wir erzählen, weil wir auf Resonanz angewiesen sind.

Denn das, was wir machen, wird erst wirklich lebendig,
wenn wir auf andere treffen und etwas auslösen.

Und das ist ein zutiefst beglückendes Gefühl.

Herzlichen Glückwunsch an die ausgezeichneten Audioproduzent*innen:
Caroline Cuenod, Simona Ida, Christof Steinmann, Candice Savoyant und Marc Berman.

Und ein großer Dank an das Team vom SonOhr Festival
sowie an meine Jurykollegen Cristian Ferretti und Miruna Coca-Cozma.

Fotos 1–3: Annette Bouteillier

Jury & Preisträger:Innen. (A. Bouteiller) 

Cheyenne Mackay, Jury. (A. Bouteiller)


Jury (A. Bouteiller)




Sophie MvH


 

 

WDR, 19.12.2025

 

RADIO ACTIVITY

Von Karin Kalisa.

Im Dezember 2025 habe ich die Hörspielbearbeitung von Karin Kalisas Roman Radio Activity inszeniert.

Im Zentrum steht Nora, die am Sterbebett ihrer Mutter erfährt, dass diese als Kind Opfer sexualisierter Gewalt wurde.
Nora weigert sich, dieses Verbrechen der Verjährung zu überlassen – und greift selbst ins System ein. Nicht ganz legal, aber hochwirksam.

Das Stück verhandelt den Kampf um die Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt an Kindern – und die Frage, was es bedeutet, wenn Unrecht ohne Konsequenzen bleibt.

Für mich war diese Arbeit eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, das sowohl politisch als auch emotional eine große Dringlichkeit hat.

Umso mehr freue ich mich über die Zusammenarbeit mit einem Team, das diese Geschichte in all ihren Facetten getragen hat – mit großer Präzision, Energie und Sensibilität.

Mit:
Luisa Gaffron, Madieu Ulbrich, David Hugo Schmitz, Akkeem van Flodrop, Angelo Alabiso, Uke Bosse, Markus Andreas Klauk, Thomas Goritzki, Nils Kretschmer, Corinna Nilson, Andreas Beck, René Heinersdorff, Birgit Unterweger, Bruno Winzen, Friederike Wagner, Petra Welteroth, Karoline Bär, Markus „Makke“ Schneider und Lars Schmidtke

Casting: Stefan Cordes
Dramaturgie:  und Ulla Illerhaus

 
Luisa Gaffron, Akeem van Flodrop


 

Zu Gast bei der Max-Planck-Gesellschaft

11. 03. 2026, München

Hier war ich eingeladen zu einer Diskussionsrunde der Max-Planck-Gesellschaft.

In einem kleinen Kreis aus Wissenschaft, Journalismus, Politik und Kultur haben wir darüber gesprochen, wie sich unsere Gesellschaft gerade verändert.

Übergeordnetes Thema waren die Landtagswahlen 2026.
In vielen Beiträgen spürbar: die Sorge um den Zustand unserer Demokratie.

Besonders eindrücklich waren für mich die Stimmen derjenigen, die in Ostdeutschland leben und arbeiten – und die beschrieben haben, wie groß die Verunsicherung vor den kommenden Wahlen ist.

Im Verlauf des Abends hat sich für mich eine Frage herauskristallisiert:

Was brauchen wir, um Vertrauen und Zusammenhalt zu erhalten?

Denn jeder möchte gestalten können. Einfluss haben.
Und nicht nur betroffen sein.

 

Sophie MvH

Gästeliste

Einladung

 

Stolz und Eigensinn – Gespräch nach dem Film

02. 03. 2026, Filmhaus Köln 

Ich habe mich sofort in diese Frauen verliebt ...

Im Anschluss an die Vorführung des Dokumentarfilms STOLZ UND EIGENSINN von Gerd Kroske 
war ich eingeladen, mit dem Regisseur über seine Arbeit ins Gespräch zu kommen.
Der Film erzählt von Frauen, die in der DDR in klassischen Männerberufen gearbeitet haben – 
im Tagebau, in der Chemie, in Fabriken oder als Lokführerinnen.

Nach der Wende verloren fast alle von ihnen ihre Arbeit. Nur eine einzige durfte bleiben.

Und trotzdem sprechen sie mit einer beeindruckenden Klarheit und Würde über das, was sie getan haben.
Man spürt sofort, wie sehr diese Arbeit Teil ihrer Identität war – und geblieben ist.

Im Gespräch wurde für mich – auch aus meiner eigenen Perspektive – eine Frage sehr konkret:

Welche Rolle spielt Arbeit für unser Gefühl von Würde und Identität?

Und noch etwas wurde deutlich:
Wie viele dieser Geschichten bis heute kaum erzählt worden sind.

Danke an das Linke Kino Köln für die Einladung,
an Hajra Khawaja für die Moderation
und an Holger Buhr für die Fotos.

Sophie MvH
Sophie MvH, Gerd Kroske
"Stolz und Eigensinn" - Filmstil
Sophie MvH, Gerd Kroske, Hajra Khawaja