Donnerstag, 16. April 2026

JURY-MITGLIED BEIM SONOHR FESTIVAL, Bern

27. 02 - 01. 03. 2026, Schweiz

Vor etwa einem Monat war ich als Jurymitglied beim SonOhr Festival in Bern eingeladen.

Gemeinsam mit Cristian Ferretti und Miruna Coca-Cozma habe ich unabhängig produzierte Audiobeiträge gehört, diskutiert und die diesjährigen Preisträger*nnen ausgewählt.

Was mir besonders geblieben ist:
die Rührung, die Freude, manchmal auch Sprachlosigkeit der Ausgezeichneten —
und die Gespräche, die daraus entstanden sind.

Das hat mich an etwas sehr Grundlegendes erinnert:

Wir erzählen nicht nur, um etwas von uns zu zeigen.

Wir erzählen, weil wir auf Resonanz angewiesen sind.

Denn das, was wir machen, wird erst wirklich lebendig,
wenn wir auf andere treffen und etwas auslösen.

Und das ist ein zutiefst beglückendes Gefühl.

Herzlichen Glückwunsch an die ausgezeichneten Audioproduzent*innen:
Caroline Cuenod, Simona Ida, Christof Steinmann, Candice Savoyant und Marc Berman.

Und ein großer Dank an das Team vom SonOhr Festival
sowie an meine Jurykollegen Cristian Ferretti und Miruna Coca-Cozma.

Fotos 1–3: Annette Bouteillier

Jury & Preisträger:Innen. (A. Bouteiller) 

Cheyenne Mackay, Jury. (A. Bouteiller)


Jury (A. Bouteiller)




Sophie MvH


 

 

WDR, 19.12.2025

 

RADIO ACTIVITY

Von Karin Kalisa.

Im Dezember 2025 habe ich die Hörspielbearbeitung von Karin Kalisas Roman Radio Activity inszeniert.

Im Zentrum steht Nora, die am Sterbebett ihrer Mutter erfährt, dass diese als Kind Opfer sexualisierter Gewalt wurde.
Nora weigert sich, dieses Verbrechen der Verjährung zu überlassen – und greift selbst ins System ein. Nicht ganz legal, aber hochwirksam.

Das Stück verhandelt den Kampf um die Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt an Kindern – und die Frage, was es bedeutet, wenn Unrecht ohne Konsequenzen bleibt.

Für mich war diese Arbeit eine intensive Auseinandersetzung mit einem Thema, das sowohl politisch als auch emotional eine große Dringlichkeit hat.

Umso mehr freue ich mich über die Zusammenarbeit mit einem Team, das diese Geschichte in all ihren Facetten getragen hat – mit großer Präzision, Energie und Sensibilität.

Mit:
Luisa Gaffron, Madieu Ulbrich, David Hugo Schmitz, Akkeem van Flodrop, Angelo Alabiso, Uke Bosse, Markus Andreas Klauk, Thomas Goritzki, Nils Kretschmer, Corinna Nilson, Andreas Beck, René Heinersdorff, Birgit Unterweger, Bruno Winzen, Friederike Wagner, Petra Welteroth, Karoline Bär, Markus „Makke“ Schneider und Lars Schmidtke

Regie: Sophie Müller vom Hofe.  

Casting: Stefan Cordes
Dramaturgie: Elena Zieser und Ulla Illerhaus

 
Luisa Gaffron, Akeem van Flodrop


 

ZU GAST BEI DER MAX-PLANCK-GESELLSCHAFT

11. 03. 2026, München

Hier war ich eingeladen zu einer Diskussionsrunde der Max-Planck-Gesellschaft.

In einem kleinen Kreis aus Wissenschaft, Journalismus, Politik und Kultur haben wir darüber gesprochen, wie sich unsere Gesellschaft gerade verändert.

Übergeordnetes Thema waren die Landtagswahlen 2026.
In vielen Beiträgen spürbar: die Sorge um den Zustand unserer Demokratie.

Besonders eindrücklich waren für mich die Stimmen derjenigen, die in Ostdeutschland leben und arbeiten – und die beschrieben haben, wie groß die Verunsicherung vor den kommenden Wahlen ist.

Im Verlauf des Abends hat sich für mich eine Frage herauskristallisiert:

Was brauchen wir, um Vertrauen und Zusammenhalt zu erhalten?

Denn jeder möchte gestalten können. Einfluss haben.
Und nicht nur betroffen sein.

 

Sophie MvH

Gästeliste

Einladung

 

GESPRÄCH NACH DEM FILM "Stolz und Eigensinn"

02. 03. 2026, Filmhaus Köln 

Ich habe mich sofort in diese Frauen verliebt ...

Im Anschluss an die Vorführung des Dokumentarfilms STOLZ UND EIGENSINN von Gerd Kroske 
war ich eingeladen, mit dem Regisseur über seine Arbeit ins Gespräch zu kommen.
Der Film erzählt von Frauen, die in der DDR in klassischen Männerberufen gearbeitet haben – 
im Tagebau, in der Chemie, in Fabriken oder als Lokführerinnen.

Nach der Wende verloren fast alle von ihnen ihre Arbeit. Nur eine einzige durfte bleiben.

Und trotzdem sprechen sie mit einer beeindruckenden Klarheit und Würde über das, was sie getan haben.
Man spürt sofort, wie sehr diese Arbeit Teil ihrer Identität war – und geblieben ist.

Im Gespräch wurde für mich – auch aus meiner eigenen Perspektive – eine Frage sehr konkret:

Welche Rolle spielt Arbeit für unser Gefühl von Würde und Identität?

Und noch etwas wurde deutlich:
Wie viele dieser Geschichten bis heute kaum erzählt worden sind.

Danke an das Linke Kino Köln für die Einladung,
an Hajra Khawaja für die Moderation
und an Holger Buhr für die Fotos.

Sophie MvH
Sophie MvH, Gerd Kroske
"Stolz und Eigensinn" - Filmstil
Sophie MvH, Gerd Kroske, Hajra Khawaja
 



 

Freitag, 12. April 2024

W I L L K O M M E N   Z U R Ü C K

Es war viel los. Und neue Projekte werfen ihre Schatten voraus ... bald mehr dazu ...



Dienstag, 19. Juli 2022

 

Deutschlandfunk, 12.06.2022

 

 

KAKAO UND SCHOKOLADE - Götterspeise mit Beigeschmack

Von Michael Reitz.

Die Geschichte der Kakaobohne erzählt von Sinnlichkeit, Wertschätzung und Spiritualität, aber auch von Konsum, Gewalt und Globalisierung. Wo liegen die Ursprünge dieser Geschichte und wohin führt sie?
 
Foto: Sophie MvH
Bei den Azteken und den Maya war der Kakao ein wertvolles Gut: Produkte aus der Kakaopflanze wurden als Opfergabe, rituelles Heilmittel oder als Tausch- und Zahlungsmittel eingesetzt.
Doch mit den Eroberungen der Europäer in Mittelamerika änderte sich alles. Kakao war nicht länger bitter und heilig, sondern möglichst süß und billig. Nur ein geringer Teil der weltweit produzierten Schokolade wird mit fair geerntetem und gehandeltem Kakao produziert. Die größte Menge stammt oft aus Kinderarbeit oder wird auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut.
Aber es gibt auch einen Trend zur Rückbesinnung: Immer mehr Produzenten und Konsumenten achten auf fairen Handel und stellen Qualität vor Quantität. Und bei schamanischen Ritualen hat Kakao auch im Westen inzwischen seinen festen Platz.





Regie: Sophie Garke (Müller vom Hofe)
Es sprachen: Nagmeh Alaei und Nils Kretschmer
Ton und Technik: Michael Morawietz und Christoph Schumacher

Redaktion: Anna Seibt
Produktion: Deutschlandfunk 2022

 

Link zur Sendung:

KAKAO UND SCHOKOLADE - Götterspeise mit Beigeschmack



Dienstag, 29. März 2022

 

Deutschlandfunk, 11.03.2022

 

KUNST IM KRAFTWERK - das E-Werk in Luckenwalde


Von Nina Hellenkemper.

30 Kilometer vor Berlin, in Luckenwalde, haben zwei Kunstschaffende ein über 100 Jahre altes Braunkohle-Kraftwerk als Zentrum für zeitgenössische Kunst wiederbelebt. Hier wird nicht nur Kunst, sondern auch Strom produziert!
 
Internationale Künstler und Künstlerinnen stellen in der Turbinenhalle aus. In den Werkstätten baut der künstlerische Leiter Pablo Wendel Skulpturen, die selber Strom produzieren. Ein altes Feuerwehrauto wurde so umgebaut, dass es als mobile Bühne durch die Lande fahren kann. Mit Hilfe vieler Ortsansässiger wurde auch das alte Elektrizitätswerk wieder ans Laufen gebracht. Statt Braunkohle wird jetzt Abfallholz verwertet. Der “Kunststrom”, der nicht im Gebäude verbraucht wird, wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist, um mit den Erlösen wieder Kunstprojekte zu finanzieren – ein nachhaltiger Kunst-Strom-Kreislauf und ein ungewöhnlicher Weg zu mehr künstlerischer Autonomie.

 

 

Foto: © imago images/Eberhard Thonfeld

Regie: Sophie Garke
Es sprachen: Rebecca Madita Hundt, Camilla Renschle, Lisa Bihl, Moritz Heidelbach und die Autorin
Ton und Technik: Christoph Rieseberg

Redaktion: Anna Seibt
Produktion: Deutschlandfunk 2022

 

Link zur Sendung:

KUNST IM KRAFTWERK - das E-Werk in Luckenwalde